Aktuelle Pressemitteilungen

Erster Landtagsbesuch mit Nadine Gersberg

Nadine Gersberg sitzt seit September für die Offenbacher*innen im Hessischen Landtag. Da viele Bürgerinnen und Bürger Interesse an ihrer politischen Arbeit gezeigt haben, findet am 28.01.20. der erste Landtagsbesuch bei ihr statt.

Der Besuch umfasst eine Vorstellung des Landtags und seiner parlamentarischen Arbeit, eine Teilnahme an einer Plenarsitzung, sowie einem anschließenden Austausch bei Kaffee und Kuchen mit Nadine Gersberg.

Die Veranstaltung geht von circa 12:30 (Anreise inclusive) bis 17 Uhr, der Treffpunkt wird bei der Anmeldebestätigung bekanntgegeben.

Die Fahrt ist für alle Teilnehmer*innen kostenlos. Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen, haben allerdings nur 30 Plätze frei, aber seien sie unbesorgt, es werden 2020 noch weitere Landtagsbesuche stattfinden.

 

Zur Anmeldung schreiben sie uns bitte eine Mail an: WKB-Gersberg@outlook.de

Bei weiteren Fragen erreichen sie uns telefonisch unter:  069-81375741

„Die Herausforderungen für Busfahrerinnen und Busfahrer sind hoch: Die Tarifsteigerung haben sie mehr als verdient“

„Mein Praxistag mit einer Offenbacher Busfahrerin hat mir noch einmal ein genaues Bild von dem herausfordernden Beruf vermittelt“ resümiert SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg nach siebenstündiger Busfahrt quer durch Offenbach. „Die Herausforderungen für die Busfahrerinnen sind enorm. Sie müssen zum einen über Stunden hochkonzentriert sein, um vorausschauend zu fahren, aber auch Gelassenheit ist angesagt. „Nicht alle Fahrgäste sind immer gut drauf“ berichtet Gersberg, die selbst häufig mit dem Bus in Offenbach unterwegs ist. Die jüngst verhandelte ordentliche Tariferhöhung für Busfahrerinnen und Busfahrer seien „überaus angemessen“.

Während einer Streikwache war Gersberg mit Busfahrerinnen und Busfahrern ins Gespräch gekommen. „Eine Fahrerin sagt damals zu mir: Sie müssten mal eine ganze Schicht mitfahren, dann wüssten sie wie herausfordernd der Job ist“. Gesagt, getan. Nadine Gersberg nahm mit Betriebsratsvorsitzenden Zacharias Leis Kontakt auf, der ihr eine Mitfahrt bei einer Schicht ab vier Uhr morgens mit Fahrerin Fevziye Özmen vermittelte.

Als „schwierig“ beurteilt Gersberg den so genannten „geteilten Dienst“. „Erst drei Stunden fahren, dann drei Stunden Pause, dann wieder fahren - Da muss man schon gut organisiert sein und keinen weiten Anfahrtsweg haben, um diese drei Stunden auch sinnvoll als Freizeit nutzen zu können“ so Gersberg.

Leider gebe es zudem keine vernünftigen Toiletten an den Pausenplätzen. Dixiklos und auch Toilettengebäude werden häufig aufgebrochen und dann von jedermann genutzt. „Hygienische gute Standards für die Mitarbeitenden können auf diese Weise nicht gewährleistet werden“ so Gersberg.

 

Trotz aller Schwierigkeiten: „Frau Özmen brennt für ihren Beruf.  Die nötige Konzentrationsfähigkeit, Gelassenheit und Freundlichkeit hat sie, sie wurde für ihre Fahrweise mehrfach von Fahrgästen gelobt“ berichtet Nadine Gersberg. Die Landtagsabgeordnete werde natürlich auch weiterhin gerne die Offenbacher Busse nutzen und freut sich jetzt besonders, wenn sie Frau Özmen als Fahrerin trifft, wenn sie in den Bus einsteigt. 

Tarek Al-Wazir muss sich als Verkehrsminister endlich zur neuen Einflugschneise äußern

 

„Die von der Deutschen Flugsicherung geplante neue Einflugschneise ist eine Katastrophe für Offenbach“ äußert sich SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg. Sie glaubt nicht daran, dass es sich bei der Ausdehnung der Landeanflüge auf drei Pisten nur um einen Test handelt. „Der Flugverkehr über Offenbach wird 2020 noch weiter zunehmen und es wird noch lauter werden“ ist sie sich sicher. Sie hält es für richtig, dass die Stadt gegen das Verfahren klagen wird. Gleichzeitig vermisst sie eine Stellungnahme des hessischen Verkehrsministers. „Ich wundere mich, warum unser Wahlkreisabgeordneter und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sich noch nicht zur neuen Flugroute geäußert hat“ so Gersberg. „Ich möchte von ihm wissen, wie er diesen zusätzlichen Lärm von Offenbach abhalten will und werde deshalb im hessischen Landtag eine entsprechende offizielle Anfrage an ihn stellen“ kündigt Gersberg an. „Es kann nicht sein, dass Offenbacher Abgeordnete kampflos dabei zusehen, wie es immer lauter wird über unseren Köpfen, die Gesundheit der Menschen gefährdet wird und die Stadt immer weiter an Entwicklungschancen beraubt wird“ ärgert sie sich.

Nicht nur Bäume müssen geschützt werden – auch Förster und Waldarbeiter.

„Die Herausforderungen in den hessischen Wäldern sind groß – das gilt auch für den Offenbacher Stadtwald“ resümiert SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg nach einem Praxistag mit Revierförster Viktor Soltysiak. Alle hessischen SPD Abgeordneten waren am Dienstag in hessischen Wäldern unterwegs und haben sich über den Zustand der Bäume und die Arbeitsbedingungen der Förster informiert.

„Ich bin beeindruckt, wie langfristig und nachhaltig die Försterinnen und Förster die Bewirtschaftung und den Schutz der Wälder planen. Hier wird nicht kurzfristig, sondern nicht selten für die nächsten 10, manchmal 100 Jahre geplant“ berichtet Nadine Gersberg. Ziel von Revierförster Soltysiak sei es, einen Mischwald zu erhalten, der sich im Sinne des naturnahen Wirtschaftens immer wieder erneuert. Dazu gehörten sowohl ein natürlicher Neuwuchs von Bäumen, als auch Nachpflanzungen.

„Umso deprimierender ist zu sehen, dass die Trockenheit der letzten Jahre dazu geführt hat, dass auch viele Jungbäume nicht überleben und bereits ausgetrocknet sind. Das gleiche gilt für ältere Bäume die einem Pilz- oder Käferbefall aufgrund der Schwäche durch Wassermangel nicht mehr standhalten können“.

Viele Bäume seien umsturzgefährdet. „Es ist eine sehr kosten- und arbeitsintensive Angelegenheit, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Das gilt nicht nur für Straßen und Waldwege, sondern manchmal auch für angrenzende Grundstücke und auch Kleingärten“ so Gersberg.

Geschützt werden müssen laut Gersberg jedoch nicht nur die Besucherinnen und Besucher des Stadtwalds, sondern die Förster und Waldarbeiter selbst. „Es muss gewährleistet werden, dass ihnen moderne Geräte und Maschinen zur Verfügung stehen, so dass sie nicht selbst von herabstürzenden Ästen und Bäumen gefährdet werden können“ fordert die Landtagsabgeordnete. Sogenannte Forstschlepper zum Beispiel sollten nicht ruckartig tote Bäume entfernen. „Damit wird riskiert, dass weitere Bäume in der Nähe ebenfalls umkippen – hochgefährlich für die Mitarbeiter“ so Gersberg.

„Hessens Wälder brauchen gerade in dieser Zeit der Trockenheit eine intensive Pflege – die Politik muss die Revierförstereien darin unterstützen“ so Gersberg abschließend.

 

 

 

Die Lärmobergrenze für den Flugverkehr sind ohne Wirkung und Nutzen

„Die Lärmobergrenzen des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir sind ein Flop, denn sie sind deutlich zu hoch angesetzt worden“ urteilt SPD Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg. „Die Lärmobergrenze wurde von allen Flugzeugen weit unterschritten“. Beim 60dB(A) Gebiet der Höchstbetroffenen wurde die Grenze um 1.700 ha unterschritten, beim 55dB(A) Gebiet der Hochbetroffenen sogar um 4.600 ha. Das entspreche nahezu der gesamten Fläche der Stadt Offenbach. „Die Unterschreitungen zeigen: Die Grenzen sind ohne jeglichen Nutzen und Wirkung“ so Gersberg. Dies habe das Monitoring gezeigt, das „klammheimlich“ auf die Homepage des Ministeriums gestellt worden sei. „Das ist sicherlich auch der Grund dafür, warum die Flugverkehrswirtschaft diesen Lärmobergrenzen damals zugestimmt hat“ ist sich Gersberg sicher. Dass auch die Grünen in einer aktuellen Stunde der Landtagssitzung am Donnerstag die Lärmobergrenzen als Erfolg feierten, die FDP sie gar als „cleveren Schachzug“ bezeichneten, versteht Gersberg nicht. „Die Belastung für angrenzende Städte wie Offenbach ist weiterhin sehr groß. Die Flugbewegungen nehmen weiter zu, immer größere Flächen sind von starkem Fluglärm betroffen. Die Probleme der belasteten Menschen und die Entwicklungseinschränkungen der fluglärmbetroffenen Orte werden von Grünen, CDU und auch FDP nicht ernst genommen.

 

„Die Obergrenze muss als Resultat der eindeutigen Fehlplanung deutlich abgesenkt werden“ fordert Nadine Gersberg. 

Starke-Heimat-Hessen-Gesetz: "Wahlversprechen dürften nicht zu Lasen der Kommunalen Selbstverwaltung umgesetzt werden"

„Es ist begrüßenswert, wenn Offenbach mehr Geld erhält“ so der Offenbacher SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Wilhelm. Schließlich leiste die Stadt insbesondere im sozialen Bereich wesentlich mehr als andere Städte. „Wir kritisieren jedoch den Mechanismus, der hier angewendet wird“ so Wilhelm. „Dieser bevormundet die Kommunen. Eine Umverteilung zugunsten finanzschwacher Kommunen mit besonderen Herausforderungen müsse allein über den Kommunalen Finanzhaushalt erfolgen, wie es in der Verfassung vorgesehen ist“ so Wilhelm. „Wir fordern weiterhin, dass Offenbach über den KFA eine angemessene Finanzausstattung für ihre Pflichtausgaben erhält.

 

„Um ihre Wahlversprechen umzusetzen, möchte die schwarzgrüne Landesregierung anscheinend keine originären Landesmittel verwenden“ analysiert SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg. In anderen Bundesländern werden die nun vom Bund nicht mehr erhobene Gewerbesteuerumlage für den Aufbau Ost direkt bei den Kommunen belassen, Hessen aber ziehe sie weiter ein um sie dann in ihrem Sinne, nämlich um Wahlversprechen umzusetzen, an die Kommunen weiterzuleiten. „Das schränkt die Kommunale Selbstverwaltung massiv ein“ so Gersberg. Diese müssten selbst entscheiden können, wofür sie ihre freiwerdenden Mittel einsetzen.

 

„Wenn Grüne und CDU in Hessen ihre Wahlversprechen umsetzen wollen, müssen sie das aus originären Landesmitteln machen“ fordert Gersberg. „Das sehen auch die weiteren hessischen Städte und Gemeinden so, das habe nicht nur eine Anhörung im Landtag gezeigt, sondern auch viele Beschlüsse der Parlamente vor Ort“ so Gersberg. Fast alle gehörten Bürgermeister*innen des Landes, darunter auch CDU-Mitglieder, lehnen das Starke-Heimat-Gesetz ab. Auch der Hessische Städtetag, der Hessische Städte- und Gemeindebund und der Hessische Landkreistag äußerten sich kritisch zum geplanten Gesetz.

 

Es sei mal wieder „typisch für die Landesregierung“, dass sie sich als die „große Gönnerin“ aufführe. „Eine aktuelle Pressemitteilung des Landesministers Tarek Al-Wazir bestätigt Nadine Gersberg in ihren ersten Eindrücken als Landtagsabgeordnete: „Die schwarzgrüne Landesregierung feiert sich für die Bereitstellung von Finanzmittel an die Kommunen, die eigentlich keine Landesmittel sind: Sie kommen entweder von den Kommunen selbst oder werden von der Bundesregierung bereitgestellt. Schwarzgrün täuscht damit die hessischen Bürgerinnen und Bürger“ ärgert sich die SPD-Abgeordnete.

Pflegekräfte können keinesfalls mehr Stunden in der Woche arbeiten

 

„Das ist ein Hohn gegenüber die Leistung tausender Pflegekräfte“ ärgert sich SPD-Landtagskandidatin Nadine Gersberg über die jüngsten Forderung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, diese könnten doch einfach „drei, vier Stunden mehr pro Woche arbeiten.“

 

Nadine Gersberg hat vor einigen Wochen ein Tagespraktikum im Altenpflegeheim Anni-Emmerling-Haus absolviert und so einen Eindruck von der Leistung der Pflegekräfte bekommen.

Was ich gesehen habe sind  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihren Beruf brennen, die sich aber auch durch die schwierigen Rahmenbedingungen fast kaputt arbeiten. „Ich habe gesehen, wie viele Bewohnerinnen und Bewohner sie am Tag betreuen müssen. Das ist durch die Pflegekasse so eng getaktet, dass sie kaum auf individuelle Bedürfnisse eingehen können“ berichtet Gersberg. Denn neben der eigentlichen Pflege kommen Dokumentationsverpflichtungen hinzu, die zeitraubend sind. Gerne würden die Pflegekräfte auch mal bei einer Bewohnerin etwas länger sitzen bleiben, die gerade traurig ist oder sich Sorgen macht. Dasselbe gelte für Betreuungsaktivitäten. „Im Anni Emmerling Haus identifizieren sich die Mitarbeiterinnen stark mit dem Haus und den Bewohnern. So organisieren sie zusätzliche Aktivitäten und Feste häufig auch ehrenamtlich. Im normalen Pflegealltag wäre dafür keine Zeit. „Manchmal ist die ganze Familie involviert und Ehemann und Kinder basteln Deko für ein Fest“ berichtet Gersberg.  Eigentlich müssten auch solche Aktionen durch die Pflegekasse gedeckt sein, findet die Sozialdemokratin. „Jetzt von diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu fordern, noch mehr zu arbeiten, weil einem sonst nichts einfällt ist einfach nur unverschämt“ ärgert sich Gersberg. Vielmehr sei es Spahns Job, dafür zu sorgen, dass der Pflegeberuf wieder attraktiv wird. „Dazu gehört als erstes, dass mehr Zeit für

die eigentliche Pflege in die Pflegesätze eingeplant werden. Dazu gehöre aber auch, dass Pflegekräfte besser bezahlt werden als bisher und zwar schon ab der Ausbildung.“ Gersberg hält auch nichts von dem Vorschlag des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner, Flüchtlinge als Arbeitskräfte in die Pflegeheime zu drängen. „Ich bin mir sicher, dass einige geflüchtete Menschen durchaus gute Pflegerinnen und Pfleger wären und vielleicht könnten sie ein Praktikum machen, um herauszufinden, ob der Beruf etwas für sie ist. Aber gedrängt werden darf zu diesem Beruf niemand“ so Gersberg. Die Arbeit mit Menschen erfordere viel Feingefühl, nicht nur mit der Pflegebedürftigkeit der Menschen, sondern auch mit deren individuelle Vergangenheit und Familiensituation. „Menschen, die in die Pflege gehen, sollten dafür brennen. Die Mitarbeiter im Pflegeheim haben mir gesagt: „Es muss im Herzen stimmen und im Kopf“.

Trotz häufigen Verstößen gegen das Nachtflugverbot: Warum gibt es so wenig Ordnungswidrigkeitsverfahren?

 

„Sich über die vielen Starts und Landungen einfach nur zu ärgern, wie es Verkehrsminister Tarek AlWazir in seinem Sommerinterview mit dem Hessischen Rundfunk bekundet hat, reicht hinten und vorne nicht aus“ ärgert sich SPD-Landtagskandidatin Nadine Gersberg. Während eines Interviews bei der 67. Mahnwache des „Bündnisses der Bürgerinitiativen“ (BBI) am Frankfurter Flughafen zeigte sie am Montag kein Verständnis für das „zaghafte“ Handeln des Ministers in den letzten Monaten. „Die Verstöße gegen das Nachflugverbot scheinen immer mehr zur Methode zu werden“ glaubt Gersberg. Allein im Juni seien 205 Maschinen nach 23 Uhr gelandet und 135 gestartet. Gesetzlich möglich seien verspätete Starts nur, wenn sie außerhalb des Einflusses der Airlines liegen. Das könnte zum Beispiel eine schlechte Wetterlage sein. Eine Studie von Eurocontrol habe aber gezeigt, dass die verspäteten Starts und Landungen zum größten Teil hausgemacht seien: „Wenn Flugpläne zu eng getaktet sind und zu viel Personal bei der Flugsicherung eingespart wird, sind Verspätungen die logische Folge“ so Gersberg.

Die Sozialdemokratin versteht darum nicht, warum bei über 570 Fällen nur knapp 50 Verfahren eingeleitet worden seien. „Ministeriumsmitarbeiter zu schicken, um mit Pilotinnen und Piloten darüber sprechen, reicht bei weitem nicht aus“. Gersberg fordert, es müsse intensiver als bisher geprüft werden, ob  Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden können. „Auch über die Höhe des Ordnungsgeldes von maximal 50.000 Euro müsse nachgedacht werden: Es scheint für die Fluggesellschaften nicht Abschreckung genug zu sein“.

Jeder Mensch muss die Möglichkeit haben, sich seinen Wohnort selbst auszusuchen

 

„Starre Regelungen im Landesentwicklungsplan können auch die Schaffung von mehr bezahlbaren Wohnraum in Offenbach einschränken“ sorgt sich SPD-Landtagskandidatin Nadine Gersberg. Sie schließt sich damit dem Frankfurter Planungsdezernenten Mike Josef an. „Wir müssen bauen, bauen, bauen – was wir nicht brauchen sind enge Vorgaben“ so Gersberg. Sie fordert die Schwarz-Grüne Landesregierung auf, den Landesentwicklungsplan zu überarbeiten.

 

„Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum hatte für die Schwarz-Grüne Landesregierung in den vergangenen Jahren keine Priorität“ so Gersberg. Weder gebe es eine eigenständige Abteilung innerhalb der Landesregierung, noch habe es eine „anständige“ Förderung von Wohnungsbau gegeben. Unter CDU-Führung habe sich die Zahl der Sozialwohnungen seit 1999 auf 90.000 halbiert.

 

Derzeit haben laut Gersberg viele Mieter auf dem Wohnungsmarkt keine Chance mehr. „Das sind neben Beziehern von Sozialleistungen ganz häufig auch Menschen, die Jobs mit niedrigem und mittlerem Einkommen nachgehen“.

 

„Die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum ist auch in Offenbach eines der drängendsten Themen“ weiß Gersberg. Anderen Städten und Gemeinden gehe es ähnlich, eine überregionale Zusammenarbeit sei deshalb geboten. „Wir brauchen ein hessisches Bau- und Wohnministerium“ ist sich Gersberg sicher.

 

„Ein solches Ministerium könnte auch verhindern, dass eine Landesregierung fahrlässig Gebäude und Flächen, die sich zur Wohnbebauung eignen würden, an Private verkauft“ so Gersberg. In Offenbach veräußerte das Land jüngst das alte Polizeipräsidium Südosthessen an einen privaten Bieter, der dort keine Wohnbebauung vorsieht.

 

„Ich möchte nicht, dass das Rhein-Main-Gebiet so endet wie andere Europäische Metropolen: Die wohlhabenden Menschen leben in der Stadt, der Rest muss weite Wege von außerhalb in Kauf nehmen. Das ist eine Verdrängung von Menschen, die wir unbedingt stoppen müssen“ betont die Sozialdemokratin. „Jeder Mensch muss die Möglichkeit haben, sich seinen Wohnort selbst auszusuchen“ so Gersberg abschließend.  

Am Tag des Lärms muss der Fluglärm im Vordergrund stehen

 

In Offenbach wird der Tag des Lärms am 25. April mit einer Informationsveranstaltung begangen, bei der über ganz unterschiedliche Arten von Lärm informiert wird. „Das ist wichtig und richtig so“ begrüßt die Landtagskandidatin der Offenbacher SPD, Nadine Gersberg. Auch sie wird an der Veranstaltung teilnehmen.

 

„Im Fokus muss in Offenbach aber immer der Kampf gegen den Fluglärm stehen. Denn er schadet nicht nur der Gesundheit unserer Bevölkerung, sondern mindert auch die Entwicklungschancen unserer Stadt“, erinnert sie.

 

Sie ist unzufrieden mit den Entwicklungen der letzten Jahre: „Die Gebührenordnung, die es Fraport ermöglicht hat, Billigairlines zu vergünstigten Preisen vom Frankfurter Flughafen aus starten zu lassen, hätte niemals vom hessischen Verkehrsminister Al-Wazir genehmigt werden dürfen“, ist sie sich sicher. Die Genehmigung habe zu noch mehr Flugbewegungen und Missachtungen des Nachtflugverbots geführt.

 

Ein „Hohn gegenüber der lärmgeplagten Region“ sei auch die durch schwarz-grün ausgehandelte freiwillige Selbstverpflichtung der Flugverkehrswirtschaft. „Wir alle wissen doch, wie wenig erfolgreich freiwillige Selbstverpflichtungen in diesem Land sind“ erinnert sie.

 

„Was wir brauchen sind rechtssicher festsetzbare  Lärmobergrenzen, die Folgen haben, wenn man sie nicht einhält“ fordert die Sozialdemokratin. Zudem müssten Start- und Landegebühren lärmabhängig erhoben werden.

 

„Ich bin mir der wirtschaftlichen Bedeutung des Frankfurter Flughafens bewusst und auch die Arbeitsplätze sind wichtig für die Region. Deshalb wendet sich keine Fluglärmgegnerin per se gegen den Frankfurt Flughafen. Aber: Die Gesundheit der Menschen muss immer vor wirtschaftliche Interessen stehen. Deshalb brauchen wir wesentlich mehr Lärmschutz in der Region und zwar jetzt“ betont Nadine Gersberg abschließend.

Erzieherinnen und Erzieher haben neben einem höheren Lohn auch bessere Arbeitsbedingungen verdient

 „Erzieherinnen und Erzieher müssen mehr Anerkennung für ihre Arbeit bekommen – auch eine Finanzielle“, fordert SPD-Landtagskandidatin Nadine Gersberg. Sie unterstützt die aktuellen Forderungen der ver.di bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.   

 

„Wir müssen aber außerdem die Arbeitsbedingungen näher betrachten“ ergänzt die Sozialdemokratin. Im Moment habe Hessen bei den Kitas den schlechtesten Personalschlüssel aller westdeutschen Flächenländer. „Das liegt unter anderem am schwarz-grünen Kinderförderungsgesetz (Kifög), das große Gruppen fördert. Das KiföG gehört abgeschafft“, so Nadine Gersberg.  

 

„Her muss ein neues Gesetz, das kleinere Gruppen in den Kitas ermöglicht“. Das könne unter anderem dadurch realisiert werden, indem eine realistische Einberechnung von zu erwartenden Ausfallzeiten durch Krankheit oder Urlaub in Personalschlüssel vorgenommen werde. Erzieherinnen und Erziehern müsste zudem mehr Zeit für Vor- und Nachbereitungen und für Elternarbeit eingeräumt werden.

 

„Erzieherinnen und Erzieher sind Überzeugungstäter, sie haben ihren Beruf ergriffen, weil sie sich intensiv mit den Kindern beschäftigen, für sie eine feste Bezugsperson sein wollen. Das ist aber bei großen Gruppen nur schwer möglich, insbesondere in Zeiten von Personalmangel“, weiß Gersberg. Die hohen Herausforderungen führten zu hohen Krankheitsquoten, vorzeitigem Ausscheiden oder leider sogar Berufswechsel. „Wir brauchen die guten Erzieherinnen und Erzieher und müssen uns besser um sie kümmern“, hat sich Gersberg vorgenommen.

 

„Die CDU hatte 19 Jahre Zeit für eine faire Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern zu sorgen und den Personalschlüssel an Kitas zu verkleinern. Das hat sie nicht geschafft, es ist Zeit für einen Politikwechsel“ so Nadine Gersberg abschließend.

 

Die Überlastungsanzeigen Offenbacher Lehrerinnen und Lehrer zeugen von 19 Jahren verfehlter Schulpolitik in Hessen

 

Einfach die Kommunikation einzustellen und Überlastungsanzeigen der Lehrerinnen und Lehrer der Edith-Stein-Schule zu ignorieren, wie Kultusminister Alexander Lorz (CDU) es derzeit praktiziert – das ist verantwortungslos und dreist“, ärgert sich Nadine Gersberg, Landtagskandidatin der Offenbacher SPD.

 

Gersberg zeigt sich besorgt: „Die Tatsache, dass Überlastungsanzeigen in Hessen derzeit an der Tagesordnung sind, zeigt, dass eine individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern nicht mehr möglich ist. So kann auch keine Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen bewerkstelligt werden“ ist sich die Sozialdemokratin sicher.

 

Die Attraktivität des Lehrerberufs habe in Hessen in den letzten Jahren stark nachgelassen, was sich im aktuell auftretenden Lehrermangel niederschlage. „Wir brauchen neue Ausbildungsplatzkapazitäten für Lehrkräfte, um den von Schwarz-Grün verschuldeten Lehrermangel zu beenden“ fordert Gersberg. Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen wie in Offenbach müssten ganz besonders mit zusätzlichem Lehr- und Fachkräften ausgestattet werden. Dabei reicht Gersberg die  aktuelle Zuweisung von Lehrerstellen nach dem Sozialindex nicht aus: „Es darf nicht nur die durchschnittliche soziale Lage des Einzugsgebietes eine Rolle spielen. Die Lehrerzuweisung muss im Sinne einer individuellen Förderung ergänzt werden. Sie muss sich an den konkreten Bedarfen der Schülerinnen und Schüler jeder einzelnen Schule ausrichten“ fordert die Sozialdemokratin. „Schulen, die besonders viel leisten, müssen zur Bewältigung von unterschiedlichen Lern- und Erziehungsvoraussetzungen auch besonders unterstützt werden“.

 

Die CDU habe 19 Jahre Zeit gehabt, Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten und Schulen gut aufzustellen. „Das hat sie nicht geschafft und deshalb ist es Zeit für einen Politikwechsel“ resümiert Nadine Gersberg.